Dämmstreifen auslegen – Sparrenexpander einstecken – fertig!

Ein großes Potential zur Energieeinsparung liegt in der Dämmung von Beton- und Holzbalkendecken im unbeheizten Dachraum.

Mit dem hier vorgestellten System wird eine wirtschaftliche Lösung angeboten, die den Einsatz von nicht druckbelastbaren Dämmstoffen - in Verbindung mit einem Fußboden, beispielsweise aus Verlegeplatten - ermöglicht: Die Dämmung der oberen Geschossdecke, mit oberseitiger Abdeckung durch Verlegeplatten.

Die Lösung mit Dämm-Streifen und dem Sparrenexpander

Der genutete Dämmplattenstreifen (2,40 Meter Länge) wird auf dem Rohboden - im erforderlichen Abstand (dieser richtet sich nach den Vorgaben der Bodenplatten-Hersteller) - ausgelegt.

Ein üblicher Abstand für eine 18 mm starke Platte beträgt 62,5 cm. In die Nute wird - je nach erforderlicher Dämmstärke - der gewünschte Sparrenexpander hineingeschoben – fertig!

Mit unserem System sind Dämmstärken von 200 mm bis 360 mm möglich. Benötigen Sie eine andere Dämmstärke oder ein Zwischenmaß: Auch das ist wirtschaftlich problemlos realisierbar, sprechen Sie uns einfach an! Natürlich können Sie auf dem Sparrenexpander auch Massivholz, etwa eine Rauspundschalung, schnell und wirtschaftlich verlegen.

Die Dämmplatte mit einer Rohdichte von
270 kg/m3 ist 60 mm stark und 86 mm breit.
In die mittig eingefräste Nute wird der
Expander einfach hineingesteckt.

Das System – die Dämmstärken

In Verbindung mit einer Stahlbetondecke und der Dämmung mit einem Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040 sind folgende Dämmstärken erforderlich: EnEV 12 cm, KfW-Förderung 26 cm, Passivhaus 36 cm.

Mögliche Dämmstärken
DP 60 + SE 12 = 200 mm
DP 60 + SE 18 = 280 mm
DP 60 + SE 22 = 320 mm
DP 60 + SE 26 = 360 mm
DP 60 + SE 30 = 400 mm

Praxis-Tipps

Ausrichten

Um Unebenheiten auszurichten, unterlegen Sie einfach den Dämmplattenstreifen. Wir empfehlen als Unterlage beispielsweise Sperrholzstreifen von mindestens 5 cm Breite, um ein Eindrücken des Streifens zu vermeiden.

Muss der Boden, aufgrund großer Unebenheiten oder Gefälle, sauber ausgerichtet werden, empfehlen wir unsere Bodentaschen mit dem Sparrenexpander.

Laufstege

Häufig wird der Rohboden nur gedämmt und Laufstege werden erforderlich. In diesem Fall ist es ratsam, den Streifen DP 60 auf dem Rohboden mit Schrauben zu fixieren.

Damit das System stabil steht, empfehlen wir die Anordnung einer Winkelleiste, die nur in Einzellängen von etwa 50 cm montiert werden muss. Geben Sie zusätzlich einen Tropfen Leim an die obere Schmalseite des Sparrenexpanders, das erhöht die Festigkeit des gesamten Systems.

Sie können die Dämmstreifen und Sparrenexpander natürlich auch quer zur Laufstegrichtung verlegen. Bei einer üblichen Laufstegbreite von 120 cm, schneiden Sie die Dämmplatte und den Sparrenexpander mittig durch.

Wenn als Boden beispielsweise OSB-Platten verlegt werden sollen, passen genau zwei Platten (in der Breite) auf die Konstruktion – Sie arbeiten nahezu verschnittfrei und vor allem schnell! Falls erforderlich, können Sie den Dämmplattenstreifen mit dem Rohboden verschrauben – so ist er fest und hält den Schauben stand!

Der Bodenexpander BE

Im Prinzip entspricht der Bodenexpander dem Sparrenexpander. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der OSB-Streifen beim BT eine Breite von 86 mm aufweist (der OSB-Streifen beim SE hingegen 55 mm).

Diese Verbreiterung, die der Breite des DP 60 entspricht, ist notwendig, um passgenau und wirtschaftlich nicht druckbelastbare Dämmstoffe als Rollen- oder Plattenware für die Bodendämmung einzusetzen.

Also: Bei der Dämmung des Bodens - mit einem Einblasdämmstoff - nehmen Sie den Sparrenexpander SE, bei allen anderen Dämmstoffen den Bodenexpander BE.

Der Kniff mit dem Bodenexpander

Bei Einblasdämmstoffen spielen die Ecken, die durch die Versätze zwischen dem Dämmplattenstreifen und dem Expander entstehen, keine Rolle. Anders ist das bei der Verlegung von Platten- oder Rollendämmstoffen.

Um auch hier eine lückenlose Dämmung zu ermöglichen, gibt es den Bodenexpander. Zwischen DP 60 und BE klemmen Sie einen 40 mm starken Dämmstoff – dass passt genau. Dann haben Sie einen exakten rechteckigen Raum, um die Dämmung in der gewünschten Stärke einzubringen.

Bitte beachten Sie unsere Verarbeitungshinweise.

Vergleichbare Systeme

Styropor: Erstaunlich finden wir an dieser Stelle, dass das Rohölprodukt  - trotz der steigenden Preis für Öl, Treibstoffe und Gas - so unglaublich preiswert ist. Styropor hat wahrscheinlich die besten Zeiten hinter sich, denn es gibt zahlreiche Alternativen, die weniger Primärenergie benötigen als dieses Material.

Nach diesem Ausflug geht es nun auf die Baustelle: Stellen wir uns eine Fläche von 500 qm vor, die 20 cm stark gedämmt werden soll, das macht 100 Kubikmeter Styropor die vom LKW abgeladen werden und ins Dachgeschoss verbracht werden müssen. Wenn Sie diese Logistikkosten realistisch mit einrechnen, sind die ersten Euros pro qm Fläche schon aufgebraucht. In der Regel erfolgt die Verlegung zweilagig - mit versetzen Stößen, dies verursacht die doppelte Montagezeit.

Interessant für den Bauherren, den Architekten oder die Wohnungsbaugesellschaft ist nach einigen Jahren zu prüfen, wie dicht die Stöße des Materials noch sind und ob sich ggf. - wenn auch kleine - Fugen gebildet haben, die erhebliche Auswirkungen auf die bauphysikalische Gesamtsituation ausüben. Möglicherweise ist Styropor vordergründig die günstigste Möglichkeit, die obere Geschossecke zu dämmen – sicher aber nicht die nachhaltig wirtschaftlichste!

Aufgeständerte Systeme: Es werden unterschiedliche Systeme aus Holz, Papphülsen etc. angeboten. Sicher haben diese Systeme  - je nach Einsatzgebiet - ihre Berechtigung. Mitunter ist die Verlegung etwas mühselig. Spannend wird es, wenn diese Systeme ausgerichtet werden sollen. Ein Nachteil jedoch wird beiden zuteil: wenn Sie mit Einblasdämmstoffen arbeiten wollen, finden Sie eine durchgehende Fläche vor und nicht (wie bei unserem System!) geschlossene Gefache.

Am besten: Sie testen die am Markt befindlichen Systeme selbst... Herzlich Willkommen als neuer Kunde von Hufer Holztechnik!

Kreuz-, Kant- und Massivholz Unterkonstruktionen: In Ermangelung anderer Systeme wurde das jahrzehntelang so gemacht. Schauen Sie sich unsere Konstruktion an, es ist müßig, auf diese mächtigen Massivholzunterkonstruktionen einzugehen – da sind wir einfach besser!

Zusammenfassende Vorteile auf einen Blick

  • extrem leichte Elemente für den Transport und die Verlegung
  • schnelle Verlegung
  • durch Unterlegung: begrenztes Ausrichten der Konstruktion
  • geschlossene Gefache (beim Einsatz von Einblasdämmung)
  • bei Verwendung des Bodenexpanders ist der Einsatz von rollen- oder plattenförmigen Dämmstoffen problemlos möglich
  • zusammenfassend gesagt: einfach genial!

Über uns

Wir produzieren DämmRäume – das sind Unterkonstruktionen für die Bereiche Dach, Fassade und Boden, in welche Sie dann die geeigneten Dämmstoffe Ihrer Wahl einbauen können.

DämmRaum-Pass

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Der "Varioexpander VE"